Grundwasseranreicherung mit behandeltem Abwasser – eine Alternative für Lima?

Im Rahmen des TRUST-Projekts wurde vom 19. bis 23. August 2019 in Lima ein Trainingsworkshop zum Thema “Sichere Anreicherung des Lima-Aquifers mit behandeltem Abwasser“ erfolgreich durchgeführt. Es nahmen 25 Mitarbeiter des Wasserunternehmens SEDAPAL teil, darunter Planungsingenieure, Betriebsingenieure von Brunnen und Kläranlagen, sowie Betriebspersonal. Geleitet wurde der Workshop von den Ingenieuren Manuel Krauß und Peter Maurer (beide ISWA Universität Stuttgart) und Dr. Stefan Stauder (TZW Technologiezentrum Wasser).

von links nach rechts: Dipl.-Ing. Manuel Krauß, Dr. Stefan Stauder, Dipl.-Ing. Peter Maurer

Schwerpunkt der beiden ersten Trainingstage waren Verfahrensbeschreibung von Kläranlagen (z.B. Teichanlagen, Belebtschlammverfahren, Tropfkörper), Betrieb und innerbetriebliche Überwachung von Kläranlagen, sowie Planung und Vorgehensweise bei der Grundwasserinfiltration. Am dritten Tag stand eine Exkursion zur Kläranlage in Cieneguilla (Lima) auf dem Programm, bei der die Teilnehmer Betrieb und Funktionsweise einer Kläranlage nach dem Belebtschlammverfahren genauer kennenlernen konnten. An den beiden letzten Tagen wurde mit den Teilnehmenden am Beispiel des Standorts PTAR José-Galvez die Bemessung einer Kläranlage nach Belebtschlammverfahren inklusive Wiederverwendung des Ablaufs zur Grundwasseranreicherung im Lurin-Flusstal unter Verwendung von Infiltrationstechnologien.

Exkursion zur Kläranlage in Cieneguilla (Lima, Peru)

Der Workshop stieß auf großes Interesse bei den Direktoren der Planungs-, Abwasser- und Grundwasserabteilung von SEDAPAL.

Kontakt: Manuel Krauß, manuel.krauss@iswa.uni-stuttgart.de

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